Eosphoros


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Über Eosphoros

Die Frage des Atheismus ist nicht: Gibt es einen Gott, sondern vielmehr: Wenn es keinen Gott gibt, wie geht dann das Leben? Kann man auch beten, ohne zu jemandem zu beten? Kann man auch sterben ohne weiterzuleben? Und wenn ja, wie? Es ist eine häufig ungedankte Aufgabe, Menschen ihrer Illusionen zu berauben. Der Wille zur Wahrheit und der Wille zur Verantwortung sind anstrengend, Illusionen oft der einfachere Weg. Nicht umsonst wurde der Lichtbringer Prometheus an einen Felsen gekettet und gefoltert, der Engel Lucifer in die Hölle (oder auch auf die Erde?) verbannt. Tja, aber da sind die Menschen nun. Keine Menschen im Olymp, und kein lebendiger Mensch im Paradies. Das beste was die Menschen hoffen können, ist es sich einigermaßen gut einzurichten. Dazu bedarf es der Weisheit, einer Eigenschaft beziehungsweise Fertigkeit die nur all zu oft mit "Wissen" verwechselt wird. Wissenschaft und Rationalität, es tut mir leid, das sagen zu müssen, sind noch nicht das Ende zur Fahnenstange. Sie dienen dem guten Leben, aber nur, wenn sie richtig eingesetzt werden. In diesem Sinne bemühe ich mich um eine Atheistische Religionsgesellschaft, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnis, verknüpft micht kultureller Erfahrung, politischen Betrachtungen, Philosophischen Überlegungen und möglicherweise tradiierter Mythen.


Der Glaube ist absolut, die Wirklichkeit etwas komplizierter 7

Ich danke Andreas Müller für seine Antwort auf meinen Beitrag, für seine kritische Auseinandersetzung mit meinen Gedanken. Interessanterweise finden Herr Müller und ich uns auf zwei widersprüchlich gegensätzlichen Positionen (beide als Atheisten). Ich nutze diese Gelegenheit, meine Positionen gegenüber der Kritik zu begründen, beziehungsweise auf von mir wahrgenommene Fehler der Kritik hinzuweisen.


Wofür es sich zu leben lohnt

Robert Pfaller plädiert in seinem 2011 erschienenen Buch „Wofür es sich zu leben lohnt – Elemente materialistischer Philosophie“ dafür, dass wir Menschen nicht von Innen heraus zum Genuss streben, oder gar zu ihm fähig sind. Er argumentiert, dass es gesellschaftliche Instanzen dazu braucht. Ich versuche die Idee Pfallers wie einen Aufruf zur Gründung der Atheistischen Religionsgesellschaft zu interpretieren.


Absolut und Relativ 7

Gott ist absolut. Sein Wille daher absolut richtig, sein Urteil, absolut gerecht. Seine Liebe absolut liebevoll, seine Existenz absolut perfekt. Das bietet eine Art Schönheit und Zweifelsfreiheit, die sich ein Erwachsener zweifelnder Mensch nur wünschen kann. Blöd irgendwie, dass es Gott nicht gibt. (Oder auch nicht, denn gäbe es einen solchen Gott, wir müssten ihn ja bekämpfen um unser Menschsein zu verwirklichen). Jedenfalls: Gibt es überhaupt das Absolute?


Tag des Friedens 1

Untertitel: Was der 8. Mai für Österreich bedeuten könnte Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die Wehrmacht endlich und offiziell akzeptierte, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden könnte und dass eine Kapitulation besser sei als die totale Vernichtung. Viele Länder feierten den Sieg über die Nazis oder einfach nur das Ende des Krieges.