Befragungen der Kandidatin und der Kandidaten zur Bundespräsidentschaftswahl 2016 8


Nächsten Sonntag, am 24.4.2016, wählt Österreich ein neues Staatsoberhaupt. Die Bundespräsidentenwahl ist die einzige Wahl in Österreich, bei der direkt Personen, keine Parteien oder Listen, zur Wahl stehen. Der Bundespräsident bzw. die Bundespräsidentin ist der höchste offizielle politische Repräsentant der Republik Österreich im In- und Ausland. Er agiert in seinem Handeln überparteilich. Somit steht bei jeder Kandidatin und jedem Kandidaten die Person selbst mit ihren Werthaltungen im besonderen Maße im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Wir, das Präsidium der Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich, haben alle antretenden Kandidatinnen und Kandidaten in den letzten Wochen zu ihren Haltungen und Positionen zum Thema Religion im Allgemeinen und Atheismus im besonderen befragt.

Kandidatin und Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl 2016

Kandidatin und Kandidaten zur Bundespräsidentenwahl 2016

Jede/r Kandidat/in bekam von uns folgende Fragen gestellt:

1. Zu Beginn stellen wir die Gretchenfrage: Wie haben Sie es mit der Religion? Wie weit beeinflusst Religion bzw. beeinflussen Religionen Ihr politisches Denken und Handeln?

2. Was assoziieren Sie im Allgemeinen mit dem Begriff “Atheismus”? Haben Sie einen persönlichen Bezug zu atheistischen Weltanschauungen (z.B. über eigene Überzeugungen oder durch Mitmenschen)?

3. Wie beurteilen Sie im Allgemeinen das Verhältnis zwischen dem Staat und den Religionen bzw. Religionsgemeinschaften in Österreich? Betrachten Sie die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen zu dieser Thematik als passend oder würden Sie sich Veränderungen wünschen? Wenn ja, welche?

4. Wie stehen Sie zu folgenden in Österreich gängigen Praktiken bzw. oft gehörten Forderungen?
– Kreuze in Amtsräumen, Schulklassen und vor Gericht
– Gottesbezug in der Verfassung
– Verpflichtender konfessioneller Religionsunterricht für Schülerinnen und Schüler, die einer anerkannten Religionsgemeinschaft angehören
– Verpflichtender Ethikunterricht für alle Schülerinnen und Schüler
– Verpflichtender Ethikunterricht für jene Schülerinnen und Schüler, die keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen

5. Sie haben Informationsmaterial zur Atheistischen Religionsgesellschaft in Österreich bekommen. Wie stehen Sie zum Vorhaben dieser Bewegung, eine Anerkennung als eingetragene Religiöse Bekenntnisgemeinschaft von Seiten der Republik Österreich zu erhalten?

Zusätzlich stellten wir den einzelnen Kandidaten jeweils eine spezielle persönliche Frage. Von vier der sechs antretenden Kandidaten haben wir Antworten erhalten.

Die Antworten aller Kandidatinnen und Kandidaten, die uns geantwortet haben, werden im Laufe der kommenden Woche hier auf https://atheistisch.at veröffentlicht. Wir möchten damit allen Interessierten einen Überblick über alle Kandidatinnen und Kandidaten, speziell über deren Haltung zu diesen Themen, verschaffen, um eine Entscheidungshilfe zu geben.

Wir von der ARG sehen uns in keiner Weise legitimiert, Partei zu ergreifen und eine spezielle Wahlempfehlung für eine Kandidatin oder einen Kandidaten abzugeben. Wir möchten nur allgemein alle Wahlberechtigten darum bitten, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und am 24.4. zur Wahl zu gehen.

Bildquellen:
Irmgard Griss: https://www.griss16.at/

Alexander van der Bellen: https://www.vanderbellen.at/
Andreas Khol: https://www.andreaskhol.at
Norbert Hofer: http://norberthofer.at/
Rudolf Hundstorfer: Quelle
Richard Lugner: Quelle


Über Martin Perz

Als Techniker vom Studium und Beruf her kümmert sich Martin Perz um den Online-Auftritt der Atheistischen Religionsgesellschaft. Als Webmaster ist er gewissermaßen der Hüter der (digitalen) Schlüssel dieser (virtuellen) Hallen hier. Gerne schreibt er aber auch als unabhängiger Denker zu weltanschaulichen Themen, Religion und Philosophie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

8 Gedanken zu “Befragungen der Kandidatin und der Kandidaten zur Bundespräsidentschaftswahl 2016