Diskussion mit Anderen

Erst in der Auseinandersetzung mit anderen Denkweisen wird oft richtig klar, wozu man selber steht. Dies ist auch für uns eine tragende Erfahrung. Diese Auseinandersetzung mit konkreten anderen Menschen zu führen bringt oft noch eine Steigerung der Intensität des Ich-Bewußtseins.

Martin Buber, ein wichtiger jüdischer Religionsphilosoph (der übrigens mit einer Katholikin verheiratet war) hat in seinem Hauptwerk “Ich und Du” den Dialog mit Mitmenschen sogar als ein Grundprinzip menschlicher Existenz gesehen: „Es gibt kein Ich an sich, sondern nur das Ich des Grundworts Ich-Du und das Ich des Grundworts Ich-Es.” (Er hat sogar die Beziehung zu den umgebenden Dingen als eine “dialogische” gesehen.)

Diskussion über weltanschauliche Grenzen hinweg ist ein besonders geeignetes Mittel, Gemeinsamkeiten wie Unterschiede zu anderen Glaubenssystemen herauszuarbeiten und darzustellen. Da von den Diskussionspartnern nicht immer nur auf die jeweils eigene Glaubensansicht Bezug genommen wird, werden dabei oft auch Gemeinsamkeiten oder Abgrenzungen zu Glaubenssystemen deutlich, die üblicherweise als “nichtreligiös” eingestuft werden.

Wir wollen diesen Dialog gerne so darstellen, dass die Sichtweise unserer jeweiligen Diskussionspartner möglichst authentisch wiedergegeben wird. Sehr oft zitieren wir daher. Dazu greifen wir aber weniger gern auf literarisch veröffentlichte Äußerungen zurück. Viel lieber ist uns, wenn auf Anfragen von uns mit direkten Antworten und Stellungnahmen reagiert wird. Oder natürlich auch, wenn solche Anfragen an uns gestellt werden.

Daher sprechen wir hier generell die Einladung an alle religiös und weltanschaulich Interessierten (Mitbewerber, Sympathisanten, etc.) aus, sich an solchem Dialog bzw. an solchen Diskussionen aktiv zu beteiligen.


OK-Podiumsdiskussion vom 14.12.2018

Am 14. Dezember 2018 fand im Ursulinenhof in Linz (1. Stock Foyer, Landstraße 31, 4020 Linz) im Zusammenhang mit der audivisuellen Installation “Adhina” von Werner Puntigam & Klaus Hollinetz eine vom OK Centrum für Gegenwartskunst im OÖ Kulturquartier in Kooperation mit dem OÖ. Presseclub und dem OÖ. Journalistenforum veranstaltete Podiumsdiskussion zum Thema “Wie viel Religion verträgt der öffentliche Raum?” statt.


ARG und arrrgh: ein HVÖ-Abend

Am 13. November 2018 hat im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Humanistische Akademie Wien/NÖ” des Humanistischen Verbands Österreich (HVÖ) eine Veranstaltung stattgefunden, bei der die Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich (ARG) und die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters Österreich (KdFSM) vorgestellt wurden. Dazu ist nun im Blog “Ramen, ich frage euch!” ein Bericht eines pastafarischen Teilnehmers erschienen.


(Inter-/Religiöser) Dialog (2) 1

Vor Kurzem habe ich in einem ersten Teil ein paar Überlegungen zum (inter-/religiösen) Dialog begonnen, die ich hier nun ein wenig weiterführen möchte. Wie wollen wir einen Dialog führen? Wir wollen einen Dialog konstruktiv und im gegenseitigen Bestreben, auf einander einzugehen, führen. Dieses Wollen ist vom Wunsch begleitet, andere Ansichten (und „Irrtümer“) der Dialogpartnerinnen und Dialogpartner aushalten und positiv fruchtbar machen und „blinde Flecken“ auch bei uns selbst erkennen und verändern zu können. (Inter-/Religiöser) Dialog ist immer auch das, was wir jeweils daraus machen, so wie ja auch Religion immer auch das ist, was wir als Akteurinnen und Akteure jeweils daraus machen.


(Inter-/Religiöser) Dialog (1) 1

Dialog. Das bedeutet, miteinander ins Gespräch zu kommen und etwas miteinander „(durch-) besprechen“ zu können. Die Themen eines (inter-/religiösen) Dialoges können vielfältig sein. Vielleicht kann es auf uns selbst und auf mögliche Dialogpartnerinnen und Dialogpartner motivierend wirken, wenn wir uns einmal etwas ausführlicher überlegen, was wir uns im Hinblick auf (inter-/religiösen) Dialog vorstellen können und wünschen würden.