Tägliche Archive: 15. März 2016


Atheismus – so wenig dogmatisch wie möglich 3

Dogmen (umfassend verstanden, also bei weitem nicht nur religiöse) und Diktate bestimmen weithin unsere Welt. Man mag bedauern, dass die Menschen offenbar nicht gar so gern eigenständig denken – aber um das Faktum, wie sehr wir alle fremdbestimmt sind (uns von Fremden und Fremdem bestimmen lassen), kommen wir nicht herum. Und es gibt auch kein Herumkommen um die Tatsache, dass dies schon öfter katastrophal geendet hat – wenn wir etwa nur an die Beispiele Nationalsozialismus und Stalinismus denken, die nicht einmal 100 Jahre zurück liegen. Für die aktuellen Fremdbestimmungen sind leider sehr viele blind. Und sogar hinterher brauchen viele offenbar noch ziemlich genaue Hinweise, also eine neue Fremdbestimmung, um wenigstens die alte wahrzunehmen.


Übersicht und Zugang zu interreligiösen Diskussionen auf derStandard.at

Zu drei Themenkomplexen gab es (meist von Mitgliedern der ARG initiierte) umfangreiche interreligiöse Diskussionen auf derStandard.at. Hier ein kleiner Überblick und die betreffenden Links. Generell wollen wir dazu noch anmerken, dass die jeweils zahlreichen Postings von Leserinnen und Lesern aus unserer Sicht einen nicht unwesentlichen Bestandteil dieser Diskussionen darstellen. Leider haben wir den Eindruck, dass Bemühungen, an Thesen der „anderen“ Seite bewusst anzuknüpfen, Gemeinsamkeiten zu suchen, etc. oft mit Ablenkungen vom Thema oder schlichter Gesprächsverweigerung beantwortet wurden.


Marie von Ebner-Eschenbach

Um’s Glauben kommt keiner herum 2

“Woran glaubt, wer nicht glaubt?” Der Titel eines Dialogs zwischen Kardinal Martini und Umberto Eco [1] drückt aus, dass es die Meinung gibt, man könne durchs Leben gehen ohne zu glauben. Weiters sagt er aus, dass Menschen, die dieser Meinung sind, dennoch ums Glauben nicht herumkommen. Menschen mit der Meinung, sie müssten nichts glauben, gibt es tatsächlich, und es ist nicht schwer einzusehen, dass sie sich darin irren. Leider gehen Martini und Eco in ihrem Dialog auf diesen erkenntnistheoretischen Aspekt so gut wie nicht ein.


Alain de Botton

Alain de Botton über uns am 4.5.2015 1

Alain de Botton ist ein britisch-schweizerischer Schriftsteller und Fernsehproduzent. Er hat uns am 4.5.2015 geschrieben: I wish you much luck with your project. It sounds fascinating, timely and necessary. With good wishes Alain (Bild „Alaindebotton“ von JC Medina – Flickr. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.)


Irvin Yalom über uns am 3.5.2015

Irvin Yalom ist emeritierter Professor für Psychiatrie an der Universität Stanford und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Bücher und Romane. Er hat uns am 3.5.2015 geschrieben: it’s a wonderful idea – badly needed and i wish you good luck in your work – irv yalom (Bild „Yalom“ von User:Masangina – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.)

Irvin D. Yalom

6./8.4.2013: Artikel von Herbert Lackner im „Profil“

Wir wurden erwähnt in einem “Profil”-Artikel von Herbert Lackner (erschienen am 6.4.2013; gedruckt erschienen am 8.4.2013 auf den Seiten 28-31). Anmerkungen von unserer Seite: Die Atheistische Religionsgesellschaft heißt nicht “Atheistische Religionsgemeinschaft” sondern “Atheistische Religionsgesellschaft”. Die Atheistische Religionsgesellschaft ist keine “ironisch gemeinte Travestie” sondern ernst gemeint. Am 6.4.2013 hatten wir nicht 125 sondern 167 Mitglieder.


3./4.4.2013: Gastkommentar von Ulrich H. J. Körtner in der „Presse“

Wir wurden erwähnt in einem “Presse”-Gastkommentar von Ulrich Körtner (3.4.2013; gedruckt erschienen am 4.4.2013 auf Seite 26). Dazu einige Anmerkungen von uns: Leider wird hier nicht mit ausreichender Deutlichkeit – man kann auch sagen: so gut wie überhaupt nicht – zwischen der Atheistischen Religionsgesellschaft und anderen unterschieden. Auf diese Weise erweckt der Gastkommentar sehr leicht einen sehr falschen Eindruck. Die Atheistische Religionsgesellschaft führt zum Beispiel keinen “Kampf gegen Religion”, sondern will vielmehr selber als religiöse Bekenntnisgemeinschaft bzw. Religionsgesellschaft anerkannt werden; ebenso stellt sie nicht “das elementare Menschenrecht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit infrage”, sondern nimmt es vielmehr selber in Anspruch. Auf diesen Gastkommentar bezieht sich auch ein Online-Bericht auf religion.orf.at vom 4./5.4.2013.