Martin Perz


Über Martin Perz

Als Techniker vom Studium und Beruf her kümmert sich Martin Perz um den Online-Auftritt der Atheistischen Religionsgesellschaft. Als Webmaster ist er gewissermaßen der Hüter der (digitalen) Schlüssel dieser (virtuellen) Hallen hier. Gerne schreibt er aber auch als unabhängiger Denker zu weltanschaulichen Themen, Religion und Philosophie.


Beitrag auf Radio Orange 94.0 am 4.11.2016

Am 4.11.2016 wurde auf Radio Orange 94.0 in der Sendung „Tierrechtsradio“ das Thema „Recht auf vegane Ernährung“ thematisiert. Der Studiogast Petr Kudelka erwähnte dabei auch die Atheistische Religionsgesellschaft und wies auf die in den Statuten festgelegte Möglichkeit des Veganen Ritus hin. Die Sendung ist hier online zum Nachhören: https://cba.fro.at/327637. Die Erwähnung der ARG findet sich ca. bei Minute 35.


FAQ

Relativ – Absolut, Subjektiv – Objektiv: Ein Orientierungsversuch im Begriffsdschungel

Nikolaus Bösch und Andreas Müller haben auf dieser Seite dankenswerterweise einen interessanten philosophischen Diskurs in mehreren Beiträgen geliefert, in dem es grundsätzlich um die Frage geht, ob es absolute Wahrheiten gibt, oder ob alle Wahrheit relativ ist. Wir hoffen, dass Diskurse wie dieser für alle interessierten Leser „geistige Nahrung“ liefern und zum weiteren Nachdenken anregen. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass in so einem (in diesem Fall durchaus hitzigen) weltanschaulichen Meinungsaustausch bei den vielen Begriffen und Deutungen der Überblick verloren geht, worum es denn eigentlich geht. Ich unternehme mit diesem Beitrag den Versuch, mich noch einmal aus meiner eigenen Perspektive an dieses Thema heranzutasten. Gleich vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass ich hier nicht mehr auf einzelne Aussagen meiner Vorredner eingehen werde, sondern versuche, eine alternatives Konzept herauszuarbeiten, bei welchem ich durchaus Überschneidungen zu beiden Positionen sehe.


Befragungen zur Bundespräsidentschaftswahl 2016 – Die Kandidaten der Stichwahl

Am kommenden Sonntag, dem 22.5.2016, findet die Stichwahl statt, bei der der neue Bundespräsident der Republik Österreich gewählt wird. Die beiden Kandidaten, die es in die Stichwahl geschafft haben, Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen, haben gegensätzliche politische Einstellungen und unterschiedliche Verständnisse vom Amt des Bundespräsidenten. Das Thema, das wir in unserer Serie zu den Wahlen behandelt haben, die persönliche Einstellung der einzelnen Kandidaten zu Religion im Allgemeinen und Atheismus im Speziellen, kann in dieser richtungsentscheidenden Wahl natürlich nur ein Randthema sein. Es ist aber ein Thema, welches für die Atheistische Religionsgesellschaft von Relevanz ist, weshalb wir ihm unsere Beiträge zu dieser Wahl gewidmet haben. Zum Abschluss dieser Serie möchten wir einerseits die Antworten von Norbert Hofer nachreichen, welche wir in der Zwischenzeit erhalten haben, zum anderen möchten wir die Antworten der beiden Kandidaten noch einmal kommentieren.

Die Kandidaten der Stichwahl zur Bundespräsidentenwahl 2016

Sokrates (Soqrāt) in Diskussion mit seinen Schülern; Darstellung aus einem arabischen Manuskript aus dem 13. Jahrhundert n.Chr.

Meine ersten Gehversuche im Dialog mit dem Islam (Teil 2)

Vergangene Woche berichtete ich hier in Teil 1 über meine ersten Versuche, einen interreligiösen Dialog mit Vertretern des Islam zu führen, welche ich 2004 in diversen Foren im Internet unternahm. In einem Forum stieß ich auf engagierte Diskussionspartner. Das erste Dialogthema, das von meiner Seite kam war ja folgende Idee: Aufgrund der (näherungsweisen) Kugelform der Erde müsste es doch für einen Muslim erlaubt sein, nicht in Richtung Mekka zu beten, sondern genau in die entgegengesetzte Richtung. Dieses Thema wurde intensiv diskutiert, wobei es erwartungsgemäß nicht auf vollständige Zustimmung stieß. Ich wollte aber nicht allzu lange mit dieser Fragestellung aufhalten. Dieser durchaus fruchtbare Diskurs motivierte mich, weitere Fragen an die Muslime im Forum zur Diskussion zu stellen. Darüber möchte ich nun hier im zweiten und letzten Teil dieser Serie berichten.


Licht und Schatten der Arbeiterbewegung – Eine musikalische Retrospektive

Der heutige 1. Mai, der “Tag der Arbeit”, ist der traditionelle Feiertag der Arbeiterbewegung. Passend zu diesem Tag möchte ich ein wenig den Einfluss dieser Bewegung auf die europäische Geschichte und Kultur beleuchten. Zwei historische Kampflieder, die der Arbeiterbewegung zumindest im weiteren Sinne zuzuschreiben sind, sollen hier als Beispiele für positive wie negative Aspekte dienen.

Ferdinand Lassalle (1860), Ausschnitt aus einer Fotografie von Philipp Graff

Die Kaaba in Mekka

Meine ersten Gehversuche im Dialog mit dem Islam (Teil 1) 1

Vor vielen Jahren, im Jahr 2004, führte ich zum ersten mal einen Dialog mit dem Islam, besser gesagt mit Muslimen. Zu dieser Zeit sah ich mich selbst noch nicht als Atheisten, eher als kritischen Katholiken (der ich zumindest laut Taufschein war) mit tendentiell agnostischer Grundhaltung. Die Terroranschläge vom 11. September lagen schon zwei Jahre zurück, der Irakkrieg ein Jahr. In der öffentlichen Meinung lag die Einstellung vor, dass ein Dialog mit dem Islam wichtig sei, um die gemäßigten Muslimen gegenüber Extremisten zu stärken. Ich selbst schloss mich dieser Meinung an. Doch ich wollte mich mit Lippenbekenntnissen zum Dialog nicht zufrieden geben. Ich wollte selbst aktiv werden, den Dialog mit Muslimen suchen. Wer soll es denn sonst machen, wenn nicht jede/r einzelne, die/der dazu bereit ist? Meine Erfahrungen aus dieser Zeit möchte ich hier nun teilen.