Beiträge von Nikolaus Bösch-Weiss
Ein anregender Gedankenspender – Zum 10. Todestag von Terry Pratchett
Ich sitze vor meinem Computer. Im Bildschirm spiegelt sich mein Gesicht, mitsamt Brille und Hut. Ich habe in den letzten Tagen viel an Terry Pratchett gedacht, denn sein Todestag jährt sich heute zum zehnten Mal. In seinen Buch-Klappentexten hat er über sich selbst gern gewitzelt, dass er sein Leben an der Tastatur verbringt. Durch seine Tastatur ist es ihm gelungen, die Welt durch seine schwarze Mühle zu mahlen, und sie durch die Magie der von ihm erschaffenen Scheibenwelt in meinen Kopf zu zaubern. Wenn ich an ihn denke, erscheint mir sein Gesicht in einem oktarinfarbenen Licht, oder so ähnlich.
Vor Gericht: In Gottes Hand?
Ein Juristenspruch besagt: „Vor Gericht und auf hoher See bist du in Gottes Hand“. Das ist für eine Atheistische Religionsgesellschaft nicht unbedingt vorteilhaft. Dennoch versuchten wir als ARG, den negativen Bescheid gegen unseren Antrag auf Eintragung als religiöse Bekenntnisgemeinschaft vor dem Verwaltungsgericht Wien aufzuheben – leider erfolglos. Nun haben wir auch den Beschluss vom Verwaltungsgerichtshof: Er wird dieses Verfahren nicht mehr aufrollen, die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Wien gilt. Doch war diese Entscheidung und das Verfahren fair? Eine kritische Betrachtung.
Dialog im Depot: Religion im Umbruch 1
Gemeinsam mit einem Experten und je einer kritischen Vertreterin von Islam und Katholizismus diskutierten wir Religionsfreiheit und Religionskritik.
Ein Leben vor dem Tod 1
Woran glaubt man eigentlich als Atheist:in? – Ich glaube an ein Leben vor dem Tod. Was nach dem Tod ist, darüber lässt sich scheinbar trefflich streiten, und für viele scheint die Frage nach dem Danach fast wichtiger zu sein als die Frage nach dem Davor.
Über den Abfall vom Glauben
Der Fall aus dem Himmel hat etwas Befreiendes, kann aber auch sehr beängstigend sein. Wer gelernt und vielleicht sogar geglaubt hat, dass der Tod nicht wirklich das Ende ist, kann durchaus in Panik fallen, wenn er den Glauben verliert und ihm der Tod als ultimatives, unentrinnbares und endgültiges Schicksal zum ersten Mal ins Bewusstsein dringt.
Gedanken zum Stand unseres Verfahrens 5
Wenn man selbst sich zu einer Religion bekennt, fällt es unter Umständen schwer, sich vorzustellen, dass jemand anderer das einfach nicht versteht oder glauben kann. Ich weiß daher nicht, ob das Kultusamt uns ablehnen wollte, weil es seinen Auftrag so versteht, die bereits bestehenden Religionsgemeinschaften vor Neulingen (wie uns) zu schützen, oder ob sie sich wirklich nicht vorstellen können, dass wir es ernst damit meinen, eine Atheistische Religionsgesellschaft zu sein.
Spaziergang mit Martin … 1
Endlich wieder schreiben. Zwischen Seiten ist keine Zeile vergangen, aber zwischen den Sekunden waren es Monate. Das echte Leben, sofern das andere das echte Leben sein soll, hat mich voll in Anspruch genommen.
Wie feiern Atheistinnen und Atheisten eigentlich Weihnachten? 2
Für alle, die sich wundern, was wir so treiben, und für alle, die sich wundern, wie es sich eigentlich richtig gehören würde, hier ein Versuch einer allgemein verbindlichen Antwort: Nein.