Tod


Samhain/Halloween – Ein Fest des Übergangs

Halloween, oder Samhain, wie es die Kelten nannten, halbiert gewissermaßen den kalendarischen Herbst. Es markiert den Übergang vom goldenen Herbst, dem letzten Ausläufer des Sommers, hin zum dunklen Herbst, dem Vorboten des Winters. Ein Fest, ein Feuer, Opfer und schauspielerische Darbietungen machen diesen Übergang bewusst. Wo heidnische Feste waren, versuchten die Christen die Feiertage zu besetzen, und so kennen wir heute üblicherweise Allerheiligen, den Totengedenktag der Christen. In unserer frechen Art und unserem aufrichtigen Glauben, dass alle Religionen letztlich menschengemacht sind, müssen wir uns nicht damit belästigen, welcher dieser Feiertage jetzt eigentlich wahrer und unserer Kultur gemäßer ist. Wir können uns überlegen: Welchen brauchen wir nötiger? Und nicht einmal das müssen wir. Wir können beide nehmen.

Halloween Rübenlaterne

Der Tod 4

Die große Herausforderung des Lebens, ist seine Endlichkeit zu akzeptieren. Das Zusammenwirken und Gegeneinanderstehen der Vorstellung, dass die Welt weiter geht, aber man selbst endet, erzeugt emotionale Reibung. Der Tod ist kein Thema für Kindergeburtstage, und wer an den Tod erinnert macht sich, je nach sozialem Anlass äußerst unbeliebt. Manchmal ist Medizin aber auch bitter, und ebenso kann der richtige Umgang mit dem Tod das Leben schöner machen. Die säkulare Gesellschaft jedenfalls kann mit dem Thema nicht gut umgehen. In den Werbungen sind alte Menschen immer fit, weil sie das richtige Zeug kaufen. Die Unausweichlichkeit des Tages, an dem nichts mehr hilft, wird nicht angesprochen, denn wer würde die Werbung dafür finanzieren? Welches Produkt würde man mit ihm verkaufen?