Die Wirklichkeit ist absolut 12

Ein Gastkommentar von Andreas Müller Ich wurde darum gebeten, eine Replik auf den Beitrag „Absolut und Relativ“ von Nikolaus Bösch zu verfassen, da ich als Atheist eine Philosophie mit objektivem Wahrheitsanspruch – den Objektivismus der amerikanischen Philosophin Ayn Rand – vertrete, während Herr Bösch in seinem Beitrag einen erkenntnistheoretischen sowie ethischen Relativismus befürwortet.

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Wofür es sich zu leben lohnt

Robert Pfaller plädiert in seinem 2011 erschienenen Buch „Wofür es sich zu leben lohnt – Elemente materialistischer Philosophie“ dafür, dass wir Menschen nicht von Innen heraus zum Genuss streben, oder gar zu ihm fähig sind. Er argumentiert, dass es gesellschaftliche Instanzen dazu braucht. Ich versuche die Idee Pfallers wie einen Aufruf zur Gründung der Atheistischen Religionsgesellschaft zu interpretieren.


Absolut und Relativ 5

Gott ist absolut. Sein Wille daher absolut richtig, sein Urteil, absolut gerecht. Seine Liebe absolut liebevoll, seine Existenz absolut perfekt. Das bietet eine Art Schönheit und Zweifelsfreiheit, die sich ein Erwachsener zweifelnder Mensch nur wünschen kann. Blöd irgendwie, dass es Gott nicht gibt. (Oder auch nicht, denn gäbe es einen solchen Gott, wir müssten ihn ja bekämpfen um unser Menschsein zu verwirklichen). Jedenfalls: Gibt es überhaupt das Absolute?


Die Kandidaten der Stichwahl zur Bundespräsidentenwahl 2016

Befragungen zur Bundespräsidentschaftswahl 2016 – Die Kandidaten der Stichwahl

Am kommenden Sonntag, dem 22.5.2016, findet die Stichwahl statt, bei der der neue Bundespräsident der Republik Österreich gewählt wird. Die beiden Kandidaten, die es in die Stichwahl geschafft haben, Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen, haben gegensätzliche politische Einstellungen und unterschiedliche Verständnisse vom Amt des Bundespräsidenten. Das Thema, das wir in unserer Serie zu den Wahlen behandelt haben, die persönliche Einstellung der einzelnen Kandidaten zu Religion im Allgemeinen und Atheismus im Speziellen, kann in dieser richtungsentscheidenden Wahl natürlich nur ein Randthema sein. Es ist aber ein Thema, welches für die Atheistische Religionsgesellschaft von Relevanz ist, weshalb wir ihm unsere Beiträge zu dieser Wahl gewidmet haben. Zum Abschluss dieser Serie möchten wir einerseits die Antworten von Norbert Hofer nachreichen, welche wir in der Zwischenzeit erhalten haben, zum anderen möchten wir die Antworten der beiden Kandidaten noch einmal kommentieren.


Tag des Friedens

Untertitel: Was der 8. Mai für Österreich bedeuten könnte Der 8. Mai 1945 war der Tag, an dem die Wehrmacht endlich und offiziell akzeptierte, dass der Krieg nicht mehr gewonnen werden könnte und dass eine Kapitulation besser sei als die totale Vernichtung. Viele Länder feierten den Sieg über die Nazis oder einfach nur das Ende des Krieges.

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Sokrates (Soqrāt) in Diskussion mit seinen Schülern; Darstellung aus einem arabischen Manuskript aus dem 13. Jahrhundert n.Chr.

Meine ersten Gehversuche im Dialog mit dem Islam (Teil 2)

Vergangene Woche berichtete ich hier in Teil 1 über meine ersten Versuche, einen interreligiösen Dialog mit Vertretern des Islam zu führen, welche ich 2004 in diversen Foren im Internet unternahm. In einem Forum stieß ich auf engagierte Diskussionspartner. Das erste Dialogthema, das von meiner Seite kam war ja folgende Idee: Aufgrund der (näherungsweisen) Kugelform der Erde müsste es doch für einen Muslim erlaubt sein, nicht in Richtung Mekka zu beten, sondern genau in die entgegengesetzte Richtung. Dieses Thema wurde intensiv diskutiert, wobei es erwartungsgemäß nicht auf vollständige Zustimmung stieß. Ich wollte aber nicht allzu lange mit dieser Fragestellung aufhalten. Dieser durchaus fruchtbare Diskurs motivierte mich, weitere Fragen an die Muslime im Forum zur Diskussion zu stellen. Darüber möchte ich nun hier im zweiten und letzten Teil dieser Serie berichten.